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SCHWEINACHT 24. DEZEMBER: WEIHNACHTSPOEM VON SCHWARWEL “DER WEIHNACHTSMOLCH”

„Der Weihnachtsmolch
Eine Festtagstragödie in fünf Teilen“

von Schwarwel

Der Tragödie erster Teil:
„Der Weihnachtsmolch am Nordpol“

Gib gut acht vorm Weihnachtsmolch –
es heißt, er sei ein schlimmer Strolch!
Neun Meter misst er im Quadrat!
Und zwanzig, macht er mal Spagat!

Er sitzt, wie sollt’ es anders sein,
am Nordpol unter einem Stein –
dem arktischen Magnetpol, Mann,
weshalb man ihn schlecht finden kann!

Denn der Magnetpol, wie man weiß,
der dreht sich wie verrückt im Kreis –
mal ist er hier, mal ist er dort,
mal ist er kurz am Weihnachtsfjord …

Ganz anders als der andere Pol –
(Der geografische, jawohl!)
der ist seit jeher eben da,
wo der Weihnachtsmann zu Hause war.

„Zu Hause WAR?“, hör ich euch fragen.
„Ja. Leider.“, muss ich dazu sagen,
Denn als sich beide Pole trafen,
war Weihnachtsmolch grad ausgeschlafen.

Er hob den Stein, der ihn versteckte,
sah eine Hütte – die ihm schmeckte –,
und merkte, während er so aß,
dass drinnen der Weihnachtsmann als Füllung saß

Der Weihnachtsmolch tat einen Schluck
und mit einem kurzen Ruck
verschwand der Weihnachtsmann samt Hütte
in des Molches Magenmitte.

Da schwimmt er nun seit vielen Jahren
und kann nicht zu den Kindern fahren,
kann keine Sachen hübsch verpacken
und auch keine Plätzchen backen.

Dem Weihnachtsmolch scheint das egal –
Hat er kein Herz noch Grundmoral?
Wenn er hungert, muss er essen?
Und Weihnachten ist da vergessen?

Als er sein Mahl beendet hatte,
strich sich der Molch über die satte,
dicke, kugelrund-behaarte,
runzlig-raue Warzenschwarte.

Er rülpste kurz und sagte „Prost!”,
spülte nach mit Wichtelmost,
und mit überraschtem ”Ups”
entfloh ihm noch ein leiser Pups.

Der Weihnachtsmolch musste nun ruhn,
um der Verdauung gut zu tun.
Von siebenzehn Augen schloß er elf –
der Rest kam in den Notbehelf.

Gib gut acht vorm Weihnachtsmolch –
Es heißt, er sei ein schlimmer Strolch!
Den Weihnachtsmann verschlang er gar –
auch wenns nur aus Versehen war.

Der Tragödie zweiter Teil:
„Der Weihnachtsmolch in Lima“

Nun, jetzt wissen wir sehr wohl:
Er wandert, der Magnetenpol!
Und mit ihm mit, so wandert auch
der Weihnachtsmolch mit Hungerbauch.

Ganz manchmal nur, bedingt durchs Klima,
wandert dieser Pol bis Lima,
wo – auch das ist längst bekannt –
der Osterhase seine Heimat fand.

Dort hüpft der Hase mit Verwandten
durch die wunderschönen Anden
und er sammelt mit Getu
Ostereier aus Peru.

Beinahe warn die Körbe voll
und die Lama-Eier besonders toll –
da hielt der Osterhase ein
an einem komischen Gestein.

Neun Meter maß der Stein geschätzt
von längs nach quer – der Hase setzt
erst seinen Korb, dann seinen Steiß
auf diesen Brocken grauen Gneis’.

Aus seiner Osterhasen-Tasche
holt er mit gewohnter Masche
als Hobbyforscher ohne Tadel
Maßband, Lot und Kompaßnadel.

Der Stein ist keiner aus den Anden –
das fanden auch die Anverwandten.
Ein jeder äußert’ seine These
lautstark und mit viel Gewese.

Doch so richtig unheilvoll
war nicht der Stein in Inch und Zoll,
sondern ein verstohlener Blick
auf das Kompaßnadelstück.

Denn dieses zeigte auf den Gneis –
der Hasenschar war kalt und heiß –
egal, von welcher Seite man
zu dem Stein gehoppelt kam.

Der Osterhase erkannte schlau:
„An dieser Stelle – und zwar ganz genau! –
ist der Nordpol, meine Lieben,
hier im Süden abgeblieben!“

Weiter kam er leider nicht,
denn direkt in sein Gesicht
sprang der Weihnachtsmolch empor,
unter seinem Stein hervor.

Gib gut acht vorm Weihnachtsmolch –
Es heißt, er sei ein schlimmer Strolch!
Den Weihnachtsmann hat er im Bauch –
und jetzt den Osterhasen auch!

Der Trägödie dritter Teil:
„Der Weihnachtsmolch an Halloween“

Kein Weihnachten, kein Ostern mehr?
Das klingt für Kinder nicht sehr fair.
Doch lässt mans Jahr vorüberziehn,
so gibts da ja noch Halloween!

Und Halloween ist – welch ein Glück! –
kein Ort, der nah am Nordpol liegt,
sowohl nicht geografisch, noch
magnetisch oder sonstwie, doch?

Halloween liegt einfach mal
im Herbstlaub neben Jammertal,
der Dunkelwald säumt alles ein –
ein Nordpol kommt hier nicht herein!

So fühlt sich Jack O’Latern sicher
und stapft mit Kürbiskopf-Gekicher
durch sein Halloween-Revier –
bei Blutmond schlägt die Turmuhr vier.

Am Friedhofstor macht Jack kurz Halt,
die Knochenhände sind ganz kalt.
Da sieht er hinter einem Schrein
ein grünes Licht – was kann das sein?

Er folgt dem Leuchten in der Ferne,
Wolken ranken um die Sterne.
Ein dunkler Pfad zieht sich hinauf
und Jack beschleunigt seinen Lauf.

Das grüne Glimmen zieht ihn an,
kaum, dass er sich noch wehren kann.
Jack spürt einen kalten Schauer,
dann kommt er an die Friedhofsmauer.

Das Licht, so grün, so schaurig-schön –
dem will Jack weiter folgen gehen.
Er klettert höher, blind und taub,
und jetzt verlässt er Herbst und Laub.

Schon ist er nah am Dunkelwald,
die Bäume rings sind kahl und alt,
und über ihnen dieser Schimmer,
der lockt Jack weiter, schlimm und schlimmer.

Fünf vor fünf auf einem Hügel
zieht Jack O’Latern kurz am Zügel
und er blickt vor Grauen stumm
sich in seinem Umfeld um.

Das Licht hat Jack hierher gezogen –
fern der Heimat und falsch abgebogen …
Erkenntnis sticht ihn wie ein Dolch:
„Das Nordlicht! Und da – der Weihnachtsmolch!“

Gib gut acht vorm Weihnachtsmolch –
Es heißt, er sei ein schlimmer Strolch!
Den Weihnachtsmann plus Meister Lampe
und jetzt noch Jack in seiner Wampe!

Der Tragödie vierter Teil:
„Der Weihnachtsmolch denkt nach“

Ach! Oweh! Nun seht nur her:
Die Welt ein einz’ges Tränenmeer!
Kein Weihnachtsmann! Kein Osterhase!
Kein Halloween vor unsrer Nase!

Kein Feiern mehr und keine Feste!
Vorfreude futsch und keine Gäste!
Die Tage sind jetzt öd und leer –
Geburtstage gibts auch nicht mehr!

Denn Osterhase, wirklich dumm,
war im Geburtstagsgremium,
wo er per Mausklick möglich machte,
dass Herr Storch die Kinder brachte.

Und von Herrn Storch, den Adebar,
benutzt der Weihnachtsmolch sogar
den Schnabel zwischen Fangzahnreihen,
um Speisereste zu befreien!

Ach, wie sind die Kinder traurig!
Und die Eltern erst – wie schaurig!
Warn doch all die Elternteile
selbst noch Kinder vor ner Weile!

Und von der ganzen Elternschar
wissen viele noch, wie’s war,
als man sich auf Feste freute –
manchen ist’s, als wars grad heute …

Warum hat man sich so erbost
und bei jedem Fest getost?
Warum war man so voller Hast
und empfand die Zeit als Last?

Warum konnte mans nicht schätzen,
mit den Kindern sich zu setzen
und bei Kerzenlicht zu feiern,
sich zu gruseln, zu beeiern?

Tja, das ist ja nun vorbei,
jetzt gibts nur noch Einheitsbrei.
Jeden Tag die gleiche Chose,
Alltagsleben, Jacke wie Hose …

Am Nordpol unter seinem Stein
sitzt der Weihnachtsmolch – allein:
Von all dem Ringsherum-Gejammer
wird ihm klammheimlich klamm und klammer

und er hadert lange Zeit
mit seiner Molch-Befindlichkeit.
Doch schliesslich kommt er zum Entschluss,
dass sich etwas ändern muss!

Der Tragödie letzter Teil:
„Der Weihnachtsmolch besucht seinen Bauch“

Gib gut acht vorm Weihnachtsmolch –
Es heisst, er sei ein schlimmer Strolch!
In seinem eignen Bauch den Weihnachtsmann,
Jack Kürbiskopf und Hase dann

besucht der Weihnachtsmolch ganz frei –
und er hat Salzgebäck dabei.
In seiner eignen Baucheinwaage
erklärt der Molch den Dreien die Lage:

„Ihr Lieben, macht es euch bequem,
wir lösen jetzt das Hauptproblem:
Ich wollte von euch auch ein Stück,
doch gebe ich es nun zurück.

Denn schliesslich bin ich nicht allein
mit meinem Wunsch, geliebt zu sein.
Und durch die Feste, die ihr gebt,
hat jeder Mensch gemerkt: er lebt!

So wollte ich mich auch mal fühlen,
denn seht: ich sitze zwischen Stühlen,
weil mich der Nordpol weiterträgt
und mich ins Niemandsland verschlägt,

kaum dass ich mich gerappelt habe –
ich komm mir vor wie eine Schabe,
die keiner bei sich haben will.
Drum setzte ich mir stur ein Ziel:

Ich schluck dich, lieber Weihnachtsmann,
und auch dich, Osterhase, dann,
und schließlich Jack den Kürbiskopf –
dann hab ichs immer warm im Topf!

Ich trag euch als mein Fest in mir,
und zusätzlich das Storchentier.
Dann ist mir gleich und immer wohl,
egal, wo der Magnetenpol

mich wieder durch die Gegend zerrt –
ich weiss jetzt: das war unerhört!
Ich lass euch frei und lass euch gehn –
die Menschen wolln euch wiedersehn!

Letztendlich ist es so das Beste –
jeder braucht im Leben Feste!
Alleine feiern mag ich nicht,
weil das auch bloss im Herzen sticht.”

Kaum hat der Weihnachtsmolch gesprochen,
ist er auch schon aufgebrochen
und geht aus seinem Bauch hinauf
und schliesst dabei die Türen auf.

Der Weihnachtsmann ist plötzlich frei,
Herr Hase auch mit Jack dabei.
Sie schauen sich verwundert an,
weil man sowas kaum glauben kann.

Gib gut acht auf Weihnachtsmolch –
Du weisst, er ist ein lieber Strolch!
In seinem Bauch im Magentann –
da wohnte mal der Weihnachtsmann!

Heut kommt der nur noch zu Besuchen
mit Sternchenfeuer und Pfefferkuchen.
Im Herbst kommt Jack zum Schreck vorbei
und Ostern gibts ein Lama-Ei!

Der Weihnachtsmolch ist jetzt zufrieden
und manchmal fliegt er in den Süden,
falls sein Magnetpol es so will,
im Gepäck ein Möhren-Grill.

Denn dann besucht der Molch den Hasen
und sie grillen auf dem Rasen
hoch über Lima in den Anden,
wo sie sich als Freunde fanden.

Ende

© Schwarwel & Glücklicher Montag. Alle Rechte vorbehalten.

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